| Der Plan.
Vorbemerkung:
Grundüberlegungen: Es gibt drei Dinge, die ich immer schon mal in einer Modellbahnanlage umsetzen wollte und jetzt – nach gepflegter 25jähriger Moba-Pause – versuche, Realität werden zu lassen:Bei diesen Vorgaben drängt sich – ja, ja, Ihr habt es befürchtet… – die sowieso bei vielen Modellbahnern beliebte Mittelgebirgslandschaft geradezu auf. Die Paradestrecke könnte sich an der alten Burgenroute entlang des Rheins zwischen Koblenz und Frankfurt orientieren. Das eröffnet zum einen neben den obligatorischen ICEs aller Art den – theoretischen – Einsatz internationaler Hochgeschwindigkeitszüge wie des TGV oder sogar des Eurostar (London-Frankfurt über Brüssel oder so... :-), die sich alle gut auf einer Paradestrecke machen, zum anderen bietet gerade die Mittelgebirgslandschaft mit diversen Burgen die Existenzberechtigung vieler stillgelegter oder noch aktiver Steinbrüche. Soweit zum Hintergrund.
Aufbau: Ich beabsichtige, die komplette Anlage aus verschiedenen Segmenten zusammenzustellen, von denen einige wenige Hauptstrecke wie Module exakt die gleichen Gleisübergänge haben, um sie gegebenenfalls in der Reihenfolge austauschen zu können. Maximale Segmentlänge ist 120cm, die Breite variiert, sollte aber aus Lagerungsgründen möglichst nicht 55cm überschreiten. Das 120er-Raster ergibt sich aus verschiedenen Raumgegebenheiten (ein alter, derzeit nur als Lager genutzter Dachspeicher mit geringer Höhe, ca. 12m lang und an der breitesten Stelle ca. 4m breit - grober Raumplan siehe unten...) Als Gleise im sichtbaren Bereich werden Peco Code 55 Gleise verwendet, im nichtsichtbaren Bereich bin ich mir noch nicht sicher (ein paar alte Minitrix-Gleise sind noch vorhanden, läuft wahrscheinlich darauf hinaus…). Wenn denn jemals alles fertig werden sollte, soll die Hauptstrecke mit den Personenzügen automatisch laufen (zunächst analog und digital wechselbar per Z-Schaltung, später wohl volldigital mit Computer) die Nebenstrecke mit den verschiedenen Industriegleisen gehört dann mir… (erst analog, später wohl auch digital) Gleisführung: Auf der Ebene 0 führt– ausgehend von einem Kopfbahnhof – eine dreigleisige Neubaustrecke (blau) ein paar Meter durch Feld, Wald und Wiese und über eine möglichst moderne Brücke (so à la Pylonen-Flughafenbrücke bei Düsseldorf über den Rhein). Diese Streckenteile sollen noch überwiegend austauschbar sein und vielleicht auch erst später entstehen - solange kann der Bahnhof an die im weiteren beschriebene Reststrecke "angedockt" werden. Das rechte Gleis in Richtung vom Hbf weg wird dabei immer nur in Richtung weg vom Bahnhof befahren, das linke nur hin zum Bahnhof, auf dem mittleren ist Wechselbetrieb möglich. Die Strecke taucht dann dreigleisig in einem Tunnel unter, verschwenkt dort und taucht dann zweigleisig in einer Kurve wieder auf. Das dritte Gleis wird versteckt weiter bis in den Schattenbahnhof geführt. Im Tunnel besteht Anschluss an die Beladegleise für die Kohle-Umladestation (mehr dazu unten). Die zwei aus dem Tunnel wieder auftauchenden Gleise beschreiben insgesamt einen großen 180-Grad-Bogen, wobei die Strecke noch eine mittelgroße Brücke überquert, um dann nach einem Industriegleisanschluss (für den Kieswerk-Komplex, graue Strecke) wieder in einem Tunnel und damit im Schattenbahnhof zu verschwinden (Bilder: Hauptstrecke mit Schattenbahnhof - Hauptstrecke mit Kieswerken). Aus dem Schattenbahnhof heraus können Personenzüge auf das äußere oder das mittlere Gleis der dreigleisigen Hauptstrecke zurückgeführt oder aber zur Nebenstrecke geführt werden. Güterzüge können auf verschiedensten Wegen zum Kieswerk-Komplex oder ebenfalls auf die Haupt- oder die Nebenstrecke fahren. Oberhalb dieses Schattenbahnhofs befinden sich zwei größere „Berge…“ (realistischerweise eher Hügel, aber was soll’s… :-), auf denen sich eine Burg mit Vorburg befindet. Die Burg ist nur über die Vorburg über eine Brücke zu erreichen. Zwischen den beiden Burgteilen befinden sich drei Gleise für das Bergwerk (dunkelbraun), für die Durchfahrt und als Wartegleis für weitere Güterzüge… (grüne Gleise). Vor der Burg liegt das Entladegleis für eines der Kieswerke sowie zwei Durchgangsgleise.(Anmerkung: Der Kieswerk-Komplex ist eine spätere Ausbauphase: Längere Kieszüge mit Funktionsgüterwagen sollen über eine Arnold-Fabrik – .. ich liebe diese Dinger, wollte als Kind immer eins haben, jetzt habe ich mehrere.. deshalb wohl… *lach* – Kies entladen und dann über die Nebenstrecke oder die Brücke entweder zurück zur Hauptstrecke oder auf die Abstellanlage geführt werden.. Unterhalb dieser Kiesumladestation sollen dann die dazu passenden Beladegleise und entweder das Kibri-Kieswerk oder das Monster-Kieswerk von Walthers oder beides (harhar… :-) hin. Dieser ganze Komplex umfasst die Industriegleise IG 1 bis IG 18 und ist entweder direkt über die Hauptstrecke oder aber mehrfach vom Schattenbahnhof aus erreichbar (Bild: Haupt- und Nebenstrecke mit Kieswerken). Die Nebenstrecke hat ihren Ausgangspunkt ebenfalls im Hauptbahnhof, liegt aber bereits dort auf Ebene 1 (+60 oder +70mm höher als Ebene 0, bin mir da noch nicht ganz sicher) – wie das Bahnhofsgebäude und die Altstadt auch. Das bedeutet, dass die zum ehemaligen "alten" Bahnhof gehörenden Gleise 9-12 auf der höheren Ebene, die modernen ICE-Gleise 1-8 tiefergelegt auf der Ebene 0 liegen und dann unterhalb der Altstadt im Bahnhof verschwinden.Damit ist jedes dieser ICE-Gleise mindestens 2m lang (jeweils 1m davon unsichtbar unter der Stadt). Weiss noch nicht genau, ob dieser moderne tiefliegende Komplex Bahnhofshallen oder irgendwas modernes kriegt... Zum Hauptbahnhof: Sollte jemals der Platz nicht reichen und der Kopfbahnhof nicht funktional genug sein, so könnte man eventuell die jeweiligen äußeren Gleise (1,2, 7, 8) unsichtbar, da ja unterhalb der Altstadt, durch die Wand in einen Nachbarraum durchführen und dort eine Abstellanlage oder eine Wendeschleife installieren... sehr extreme Zukunftsmusik... :-). Die Nebenstrecke führt im Hintergrund parallel zur Neubaustrecke und hat an einer Stelle einen Abzweig in einen Tunnel, in dem das Verbindungsgleis zur Hauptstrecke (hellblau) verläuft (Bild: Verbindung Haupt- und Nebenstrecke). (Erste Ausbauphase…: An diesem Abzweig befinden sich außerdem ein Abzweig zu einer Abstellanlage (Bilder: Abstellanlage) mit vier (grünen) Gleisen für beliebige, vorwiegend aber wohl Güterzüge und zusätzlich ein Industriegleisanschluss (dunkelbraun) zu einer Umladestation für Kohle (Arnold-Fabrik) (Bild: Kohleverladung), die in dem Bergwerk unterhalb der Vorburg (s.o.) abgebaut wird. Das garantiert stetigen Verkehr mit Lorenzügen vom Bergwerk der Burg-Sektion zur Verladestation. Auf der unteren (Belade-)Ebene (sumpfgrüne Gleise oder wie immer diese Farbe sich schimpft...) dieser Kohleverladung können bis zu 2m lange Züge (mir schwebt immer noch so eine Ruhrkohle-AG-BR-145-Doppeltraktionsnummer vor…) beladen werden. Diese Beladeebene wird im Tunnel an die Hauptstrecke angeschlossen.) Die Nebenstrecke führt dann weiter parallel zur nun nur noch zweigleisigen Hauptstrecke zu einem kleinen Nebenbahnhof, der seine Berechtigung als Hauptanlaufstelle für Burg-Touristen findet. Von diesem Bahnhof führt ein Fußweg laaaange und steiiiil nach oben… Zusätzlich führt ein Durchgangsgleis für die Güterzüge am Nebenbahnhof vorbei. (weitere Ausbauphase: weil mir die diversen Brücken alle noch nicht reichen, ist jedenfalls grundsätzlich eine weitere große Brücke, vermutlich ein Viadukt oder so (Bild: Viadukt), zwischen dem Burgbereich und dem Kohleumladebereich der Nebenstrecke geplant. Hinweis: Diese Brücke würde im Zweifel keinerlei Zugang zum Restbereich versperren, weil sich die Anlage ohnehin nur in einer Gesamthöhe von 40-50 cm über dem Boden befindet (die Dachschräge erlaubt nichts anderes und ich sitze ohnehin gerne auf dem Boden…) – sprich: Man(n) steigt einfach über die Brücke drüber…)
Anregungen? Tja. Soweit der Plan... :-) Und nochmal: Ich weiss, dass das ein Projekt für die Ewigkeit ist und kann nicht einmal vorhersagen, ob meine Lebensumstände auch nur dafür reichen werden, einen Bruchteil davon umzusetzen... (schön wäre natürlich, wenn es klappt... :-) - aber das kennt Ihr ja wahrscheinlich selber... :-) Deswegen bin ich an dieser Stelle sehr dankbar dafür, wenn Ihr Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge oder weiss der Kuckuck was habt. Weil ich ja mittlerweile auch weiss, dass dazu so hilfreiche Dinge wie Gleisbezeichnungen etc. gehören, habe ich hier noch ein paar entsprechende Bilder gemacht: (Bild: untere Ebene: Hauptstrecke mit Schattenbahnhof mit Bezeichnungen) (Bild: obere Ebene: Nebenstrecke und restliche Anlagen mit Bezeichnungen) (Bild: Gesamtansicht ohne Schattenbahnhof und Bezeichungen) (Bild: Hauptstrecke: Blockkonzept) (Bild: Raumausmaße) --- --- --- Änderungen... (update 2005-10) Ich hatte gefragt... :-) – und wie erwartet gibt es nichts, was man nicht verbessern könnte. Danke für alle Anregungen! In der Konsequenz erwäge ich folgende Änderungen: Änderung des Bahnhofsvorfeldes:
Ringschluß Nebenstrecke:
Änderung des oberen Bahnhofsbereichs:
Auch hier bin ich natürlich wieder für jede konstruktive Kritik dankbar, Mathias |